über mich

Geboren 1965 in Bielefeld,
seit 1986 bis 2000 tätig als Sozialmilieupädagogin in Bethel,
Freie Künstlerin seit 1990
Tätig im Bereich der Museums- und Behindertenpädagogik

Die Kompositionen von Monika Wohlfahrt leben vom Spiel mit Farbe, Form und Material, befinden sich ständig in einem wandelbaren Veränderungsprozess. Basis ihrer künstlerischen Arbeit sind Bilder aus und auf Papier. An Papier, diesem „empfänglichen“ Medium, arbeitet sie sich ab: Sie zerreißt und bemalt es, fügt es wieder zu Kompositionen, die aber teilweise so fragil ausfallen, dass der Eindruck entsteht, sie reißen wieder auseinander oder zerfallen. In ähnlicher Weise geht Monika Wohlfahrt mit Gemälden um. In einem expressiven, geradezu ungeduldigen malerischen Prozess fügt sie Schichten von Farben neben- und übereinander, gerissene Papiere unterschiedlicher Qualität, Folien und sogar Teile älterer Arbeiten ein, die den Kompositionen eine größere Dichte und Haptik und den Farben eine intensivere Wirkung verleihen. Diese Materialien ziehen sich mit dem Trocknen der Farben zusammen, lösen sich mitunter wieder vom Untergrund und ermöglichen, darunter liegende Bildbereiche zu sehen, die im vorherigen Arbeitsschritt entstanden sind. Zum Teil entsteht eine so starke Oberflächenspannung, das sich die Leinwände vom Rahmen lösen bzw. gelöst werden müssen. Die Bilder „arbeiten“ und offenbaren so ihre Geschichte und Entwicklung, die Monika Wohlfahrt bewusst vom Zufall abhängig macht. Sie will sich kompositorisch nicht von vornherein festlegen, sondern betont den ihren Arbeiten innewohnenden zeitlichen und prozessualen Aspekt: „Ich möchte die Wahlmöglichkeiten haben.“

Tanja Kemmer, (Kunsthistorikerin, ehem. Kunsthalle Bielefeld)